Reiseworkshop in Hechlingen

Wer große Reiseenduros fährt, vor allem natürlich eine GS, und diese auch mal im Gelände bewegt, der hat schon vom Enduropark Hechlingen gehört.
In einem ehemalige Steinbruch kann man unter kundigen Augen von Instruktoren sein Motorrad, oder besser noch ein Geliehenes, im Dreck bewegen und sich erklären lassen, wie es richtig geht.
Im letzten Jahr war ich zum ersten Mal da und habe ein zwei Tages Kurs besucht. Da habe ich dann auch vom, ebenfalls zwei Tage dauernden, Reiseworkshop erfahren. Da ich ja nun mal auf Reisen gehen will und ich nochmal nach Hechlingen wollte, konnte ich mir einen der wenigen Plätze im letzten des nur drei mal im Jahr stattfindenden Workshops sicher.

Was aber unterscheidet diesen Workshop von einem normalen Training? Die Randbedingungen zum Beispiel. Es gibt die Möglichkeit, auf dem Gelände zu campieren. Gemeinsam mit der Vollverpflegung und dem abendlichen Lagerfeuer führt das zu einem engen Kontakt zu den Trainer und den anderen Kursteilnehmern, austauschen, philosophieren und (Reise-) Benzin reden ist enorm einfach.
Aber das ist natürlich nicht das Einzige, was den Workshop unterscheidet. Das Fahren im Gelände wird weniger. Klingt komisch, ist aber so. Und gleichzeitig kommen neue Herausforderungen im Gelände dazu: das fahren mit Gepäck. Ein Tag zum Üben ohne Gepäck, ein Tag zum Üben mit Gepäck. Hat halt auch noch nicht jeder gemacht.
Weniger Zeit im Gelände? Warum den nu? Naja, die fehlende Zeit wird durch Workshops gefüllt und verlängert. Navigation außerhalb der sicheren GPS Routen in Deutschland mit voller Kartenabdeckung. Papiere und Vorbereitungen, so z.B. „Was ist den überhaupt ein Carnet du passage?“. Ausrüstungsworkshop für die gepflegte Campingtour und natürlich: Notreparaturen im Gelände (Ja, ich habe einen Reifen geflickt! 😉 )

Die Notreparaturen erklärt einem der standorteigene Mechaniker und der muss es ja wissen, er muss ja den ganzen Tag die Fehler der Teilnehmer reparieren. Für die anderen Workshops, neben den beiden Instruktoren, selber erfahrene Fernreisende, ist Unterstützung von Touratech angereist, aber keine Sorge: Es ist keine Touratech Verkaufsveranstaltung. Die Kollegen von Touratech haben auch jede menge Fernreiseerfahrung und mit einer Mischung aus Technischem („Ein Geodät ist ein stabiles Kuppelzelt“) und der eigenen Erfahrung („Ich persönlich mag Tunnel Zelte“) ergibt sich eine sehr Informative Mischung.

Alles in Allem ein rundes, spannendes Wochenende mit jede Menge Erfahrung und Wissen und das was in der Theorie bekannt ist, doch auch mal praktisch zu machen (Ja, ich habe einen Reifen geflickt! 😉 ) ist eine super Sache.

Bedarf an diesem Workshop gibt es offensichtlich auch, ich bin nicht der einzige Teilnehmer mit konkreten Plänen gewesen. In die Mongolei scheint es viele zu ziehen (Komisch, steht auch auf meiner Liste) aber auch nach Australien bzw. in Australien zu fahren scheint eine Überlegung wert zu sein…

Vielen Dank an alle, die dieses Wochenende so klasse gemacht haben!

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