Schweden Woche 5

Schon wieder ein Sonntag. So eine Woche ist doch echt kurz, wenn man unterwegs ist. Langeweile kommt sicherlich nicht auf!

Sonntag, 5.07.20, Tag 30

Tag 30 schon? Wirklich? Ich glaube schon…
Der Tag geht gemütlich los, erstmal auf dem Campingplatz den Blog schreiben, gegen 14:00 Uhr geht es dann weiter. Raus Richtung Abisko, der Hauptstadt der Nordlichter, zu sehen sind keine wegen der Mitternachtssonne. Trotz Sonne ist es ziemlich kalt, ich suche mir immer windgeschützte Plätze.
Zurück geht es wieder über Kiruna, Sackgasse solange Norwegen nicht aufmacht. Ende ist dann Südlich von Kiruna, wieder auf einem Campingplatz, der ist aber bedeutend besser als der Letzte.

Montag, 6.07.20, Tag 31

Erstmal geht es weiter nach Süden, aber nur ein Stück, dann kommt das Kreuz mit der E, die an die Finnische Grenze führt. Kurz vor der Grenze kommt eine Tankstelle, die schon im letzten Jahr Eindruck gemacht hat. Tankstelle, Baumarkt, Autozubehör, Supermarkt und noch viel mehr in einem kleinen Gebäube. Das merkt man sich.
Ich fahre nicht über die Brücke an die Grenze sondern folge dem Fluss nach Süd-Osten. Mal eine andere Grenze als die Norwegische. Für die Nacht fahre ich einfach in den Wald am Straßenrand. Ein tolles Erlebnis, Piniennadeln ungefähr 10 cm hoch, sehr weicher Untergrund. Aber die Mücken leben hier auch in Massen!

Dienstag, 7.07.20, Tag 32

Weiter geht es der Grenze nach, anderes geht hier auch nicht. Keine Nebenstraßen oder sonst was.
Ich bemerke, dass mein Hinterrad langsam Luft verliert. Nicht schnell, vieleicht 200 mBar pro Tag, das muss ich weiter beobachten!
Eine Nebenstraße gibt es dann doch, die führt zu den Mestoslinkka Stromschnellen, ein tolle Schauspiel. Etwas später kommen dann noch die Jokkfall Stromschnellen. Auch schick, aber nicht so abgelegen und viele Leute machen Fotos.
Bei der nächsten Tankestelle tausche ich den Ventileinsatz im Hinterrad, das hilft, aber der Reifen ist trotzdem runter und muss ersetzt werden.

Mittwoch, 3.07.20, Tag 33

Heute erreiche ich Lulea, hier will ich schon eine Weile hin, denn hier gibt es einen BMW Händler und einen Biltema. Wer Biltema nicht kennt, sollte mal einen Besuch bei der nächsten Schwedenfahrt einplanen, Supermarkt für Autoteile. Hier kann ich meinen Druckprüfer ersetzten und den Adapter kaufen um den T55 zu verwenden, den ich für den Tausch des Federbeins brauche.
Beim BMW Händler will ich einen Ölfilter kaufen, der Ölwechsel ist fällig. Er hat keine da. Unglaublich. Es sind wohl welche bestellt, aber wann die kommen ist unbekannt. Reifen hat er auch keine da, kann aber welche bestellen. Heidenau kennt er nicht.
Der Däckteam nebenan kennt Heidenau und kann auch bestellten. Freitag bis Dienstag, dann habe ich einen neuen Hinterreifen.
Am Abend kommt eine Mail, dass mein Paket zugestellt werden soll. Super!

Donnerstag, 4.07.20, Tag 34

Ich bekomme eine SMS, daß das Paket zugestellt ist. Also schnell nach Haparanda und es einsammeln.
Ich bin gerade 5km unterwegs, als ich über einen Spanngurt fahre, der sich um das Hinterrad wickelt und dabei den Spritzschutz mit umwickelt und dann abreißt. Mist. Alles rausholen, der Spritzschutz ist nicht so wichtig. Das Rad abnehmen sollte helfen beim Reste entfernen, aber das Bit bricht ab. So was! Ich bekomme die Reste auch so raus, also weiter.
In Haparanda ist das Paket natürlich nicht da, wo es sein sollte. Ich werde weiter geschickt, aber auch bei der zweiten Stelle ist es nicht. Jetzt mal die Hotline anrufen. DHL-Express sagt, dass innerhalb Schwedens DHL-Freight dafür zuständig ist. Ich werde weiter verbunden. Nach ein paar Telefonaten weiß ich, wo ich hin muss, es ist direkt um die Ecke. Gegen 16:00 Uhr halte ich dann das Fahrwerk in den Händen.
Die Finnische Grenze ist in Sichtweite, ich fahre mal kurz hin. Für Deutsche istz der Grenzübergang kein Problem so die Aussage der Grenzer. Super!

Freitag, 5.07.20, Tag 35

Es regnet. Mal wieder. Ich bleibe die meiste Zeit im Zelt, zwischenrein koche ich mir mal schnell was. Gegen 19:00 Uhr klart es auf, schnell auf Mopped und nach Biltema, Werkzeug ersetzen. 30min vor Feierabend bin ich da und bekomme alles, was ich brauche.

Samstag, 6.07.20, Tag 36

Es ist super Wetter als ich aus dem Zelt krieche. So kann es losgehen.
Werkzeug und Federbein da, also Zeit für den Umbau, geht auch hier auf dem Camping, nur festen Untergrund brauche ich. Nach 1:45h ist alles erledigt. Geht echt gut inzwischen.
Jetzt nochmal nach Lulea, das BMW Federbein zur Post bringen und beim BMW Händler nach Fitern fragen. Die sind noch nicht da. Ein Ölwechsel würde mich zwischen 150 und 180€ kosten. Ist das bei uns auch so teuer? Aber der Mechaniker ist erst in 2 Wochen aus dem Urlaub zurück, vorher geht nix.

SAFTLADEN!

Ein paar Videos aus der 5ten Woche

Ein Gedanke zu „Schweden Woche 5“

  1. Die Woche klingt wie eine typische schwedische Sommerwoche: Mitarbeiter für sechs Wochen im Sommerurlaub, launisches Wetter und Post-Paket-Chaos! 😉

    Ich drücke die Daumen, dass die Überfahrt nach Finnland funktioniert, damit es weiter geht!

    Schöne Grüße von den Auswanderern aus Camp Ripan! 😉

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