Woche 4, Schweden

Die vierte Woche schon vorbei… kaum zu glauben.
Da mir langsam die Richtung ausgeht, Norden ist quasi erreicht, lasse ich mir Zeit.

Montag, 29.06.20, Tag 24

Heute wird es regnen, das ist klar. Also der Plan: früh einen schönen Platz finden, dann ist das Zelt schon aufgebaut wenn es losgeht. Laut iOverlander sind zwei schöne Plätze bei Arjeplog zu finden. Das ist nicht weit, da fahre ich hin. Der erste Platz ist gesperrt, zufahrt dicht. Der Zweite erinnert mehr an eine Müllhalde. Da will ich nicht bleiben. Also weiter auf der Straße nach Norwegen.
Der Regen geht los, kräftig und kalt. Die Temperatur fällt von 25 auf 15°C. Meine Herren…
Der dritte Platz ist für Camper sicherlich sehr schön, aber ein Zelt will ich hier nicht aufstellen. Also keine Chance, weiter. Am Polarkreis ein Picknicktisch mit Dach, mal eben anhalten und die Lage weiter checken. Ein Campingplatz ist auch hier, aber keine Hütten zu haben. Der gegenüber hat wohl welche, für 500SEK geschätzt. Da fahre ich lieber noch, der Regen lässt auch gerade nach. Der Mann vom Campingplatz erzählt mir von einer alten Wandererhütte kurz vor der Grenze, die ist trocken und heizbar. Und sehr alt, wie sich dann herausstellt.
Ich baue doch lieber da Zelt auf, in diesem Moment ist es trocken.

Dienstag, 30.06.20, Tag 25

Der Regen geht die ganze Nacht und hört erst gegen 12 Uhr auf.
Es ist zu spät um noch loszufahren, im Vorzelt steht das Wasser, ich bleibe hier noch.

Mittwoch, 1.0720, Tag 26

Es sind 5 °C als ich das Motorrad wieder bepackt habe, das Zelt ist trotzdem wieder trocken, das ist gut.
Es gibt keine Straßen die nach Norden führen, also zurück Richtung Arjeplog. Tanken muss ich auch mal, so viel ist nicht mehr im Tank.
Es geht weiter über die E, viel Auswahl gibt es ja nicht. Ich ziele auf einen Platz an einem See, der soll schön sein. Ganz bleib ich doch nicht auf der E, einen kleinen Umweg über Schotter kann ich mir nicht verkneifen. Der Platz ist diesmal wirklich schön, nur sehr windig. Aber die Tarp kann das meiste vom Zelt weghalten, Vorteil vom Wind ist wenig Mücken, Nachteil ist das es kalt ist.

Donnerstag, 2.07.20, Tag 27

Ich habe was über das Polarcircelen Portalen gelesen, da soll es schön sein. Also quer durch nach Osten und da hin.
Schön ist es tatsächlich, auch wenn ich über einen Waldweg hoppeln muss, um direkt dran zu kommen. Zwei Hütten im Wald mit Betten und Öfen, Trockenklo und die Skulptur. Schöne Sache, hier übernachte ich mal in einer Hütte.
Ich mach ein Feuer im Ofen und es wird schnell sehr gemütlich warm. Noch schnell ein wenig Holz hacken, auch wenn es nass ist und zum trocken in die Hütte bringen.
Gegen Abend versuche ich die Hütte dunkel zu bekommen, es funktioniert sogar. Wenn das Bett jetzt noch lang genug währe, währe alles Perfekt…

Freitag, 3.07.20, Tag 28

Ich packe meine Sachen ein, gemütlich, es eilt ja nicht. Als ich fertig bin, geht der Regen los… War ja klar.
Also was solls, ich bleibe noch hier. Hetzt ja nicht.
Irgendwann geht mir das Wasser aus, aber ich hab ja alles dabei und filter mir ein paar Liter aus dem Fluss. Schmeckt erstaunlich gut.
Das Holz geht dann auch aus, aber es ist warm genug um die Nacht ruhig zu überstehen.

Samstag, 4.07.20, Tag 29

Aus dem Wald heraus geht es früh nach Jokkmokk, an den Namen erinnere ich mich noch vom letzten Jahr. Schnell nochmal tanke, ist eigentlich nicht nötig aber ich hab da so ein Gefühl…
Erstmal geht´s über die E45 nach Norden, langweilig… Dann biege ich ab nach Westen in eine Sackgasse, entlang dem Stora Lulevatten und dem Akkajaure. Die Straße geht ziemlich langweilig los, links Wald, rechts Wald. Aber es wird besser und die Seen kommen in Sicht. Das ist dann echt schön.
Nach ungefähr 70 km kommt das Naturum in Sicht, ein Sami Museum, sehr schön gemacht. Ich fahre weiter nach Vakkotovare, der Kungsleden Wanderweg geht hier durch. An der Hütte lese ich, das nur vorgebuchte Gäste zugelassen werden, Corona… Und Platz für mein Zelt finde ich hier auch nicht. Ich setzt mich erstmal in die Sonne und überlege. Nach etwa einer Stunde wache ich auf, geklärt ist nix aber ich bin super entspannt.
Wieder raus aus der Sackgasse, Plätze zum Zelten finden sich nicht. Komisch, aber ist halt ein NAturschutzgebiet. Zurück auf der E45 entscheide ich mich, nach Kiruna durchzufahren und da auf den Campingplatz zu gehen.
Über 500km sind es heute geworden, ich bin froh als das Zelt steht und ich im Schlafsack bin.

3 Gedanken zu „Woche 4, Schweden“

  1. Die Landschaft sieht echt schön aus. Ich hätte allerdings Probleme bei den Mücken.. Ich hoffe für dich, dass du bald Schweden verlassen kannst und deine Reise dich in das nächste Land führt.

    1. Die Mücken sind nach der Parkplatzsuche mit das größte Problem…
      Hab gehört, dass Finnland am 15.7 aufmachen soll, aber nicht für Reisende aus Schweden. Mal sehen wie ich damit umgehe.

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